Doch was ist zum Beispiel mit den Produkten der chinesischen Fabriken in unseren Supermärkten? Sind nicht wir es, die sie kaufen oder eben nicht? Wir sind die Verbraucher und wir haben die Macht.
Was können diejenigen tun, die mit ihrem Lebenswandel nicht das autoritäre System in China stützen wollen? Und vor allem: Welchen Sinn hat das?
Boykott 1: Made in China
Die Macht der KP steht und fällt mit der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas. Das selbstsichere Auftreten des Regimes speist sich aus dem Bewusstsein, das Land zur ökonomischen Supermacht aufgebaut zu haben. Das war nur möglich, weil wir, die Konsumenten, mitspielten: Unser Verlangen nach billigen Klamotten, Elektronik, Spielzeugen und Autos ist die Basis der chinesischen Exportwirtschaft. Sollten wir also chinesische Produkte boykottieren?
Anzeige
Jeder Euro, der direkt oder indirekt in chinesische Unternehmen fließt, stärkt auch die Herrschaft der KP. Wenn wir also keine Produkte mehr kaufen, auf denen Made in China steht, entziehen wir dem Regime Geld und Macht. Es müssten nur genügend Konsumenten mitmachen, um Druck auszuüben. Wird der Boykott mit der Tibet-Frage verknüpft, muss die chinesische Regierung sich irgendwann öffnen. Nebenbei tun wir noch etwas gegen die entwürdigende Behandlung chinesischer Wanderarbeiter.