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Meltfestival

Alle Bands im Überblick

TEIL 5

Hot Chip Bricht nun endlich die große Epoche des Nerd-Glamours an, in der alles mit Kassengestell auf der Nase und Unfrisur im Gesicht zum neuen heißen Ding wird? Oder rotieren Hot Chip derzeit auf allen Kanälen, weil eben ihre Musik so unerhört geil ist? Die Londoner quirlen Prince, Madlib, Beach Boys und Devo zu einer neuen Art von Pop. Für so viel Wahnsinn wurde natürlich gleich eine eigene Schublade aufgemacht: Slapcore. Aber die kann lange warten, bis Hot Chip es sich darin gemütlich machen ...

Hush Puppies Die französische Antwort auf die Arctic Monkeys? Aber wo denn! Die Hush Puppies sind keine Ansage gegen irgendwas, sondern einfach sie selbst. Die Eckdaten "jung" und "Band" stimmen noch, aber im Vergleich zu den Monkeys geht ihre Musik mehr in die Breite, strahlt eine große Wärme aus und klingt dabei immer äußerst catchy. Die tanzbare Plünderung der 60er-Jahre-Mod-Kiste inklusive The-Kinks-Cover ist hier Programm – und eine extrovertierte Bühnenshow versteht sich da von selbst.

Infadels Wenn das mal kein schöner Mythos ist: Als die Band im TV ein Interview sah, in dem Osama Bin Laden die Ungläubigen, die infidels, als die ultimativen Sünder bezeichnete, war die Namensgebung beschlossene Sache. Und was die vier Briten vom Leben und von der Musik wollen auch: Spaß und Euphorie, Sünde rund um die Uhr. Disco und Glam verschmelzen die Infadels zu einer Mixtur, bei der man von jedem Glauben abfällt. Ein Elektropop-Tanzflur-Inferno ist garantiert. Let’s roll!

Isolée Rajko Müller weiß, dass elektronische Musik ihre kreative Kraft immer schon aus der Eingemeindung und Verarbeitung anderer Stile gezogen hat. Als Isolée hat er diese Erkenntnis in einen magischen Klangkosmos zwischen Minimal, Space Rock, Latin und Disco gegossen, in dem schroffe Synthie-Wände genauso ihren Platz finden wie grazil tänzelnde Gitarren, die nur zu gern zwischen klassischen Genres wie Country, Rock und Funk umherhüpfen. Bei Isolée wird House zu einem offenen Raum für Musikpoesie.

Kante Natürlich kommen Kante nicht direkt von der Waterkant, sondern aus Hamburg. In der Hansestadt wurden die vier Jungs dann auch eingeschult, so richtig zu Hause gefühlt, haben sie sich dort allerdings nie. Und obwohl die Band bereits 1995 gegründet wurde und ihr letztes Album "Zombi" genannt hat – ihr schwermütiger, aber außerordentlich experimentierfreudiger Pop ist doch mehr als lebendig.

Markus Kavka Man kennt den gebürtigen Ingolstädter vor allem von MTV-Sendungen wie "Spin" oder "Rockzone", doch als DJ bevorzugt der VJ inzwischen vor allem elektronische Klänge. Angefangen hat Kavka übrigens als Redakteur beim Metal Hammer. Um es mit den Schlussworten seiner Sendung "MTV News" zu sagen: "Ham wa wieder was gelernt heute. Recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Auf Wiedersehen." Genau: Wiedersehen auf dem Melt!

Weiterlesen im 6. Teil »


 
 



 

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