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Meltfestival

Alle Bands im Überblick

TEIL 2

Phoenix Wie toll es ist, wenn Gefühle erwidert werden! Bereits zum dritten Mal stehen unsere Pop-Darlings Phoenix in diesem Jahr auf den Melt!-Plakaten und wir fiebern – nach einer bitter beweinten Absage 2004 – ihrem zweiten Auftritt in Gräfenhainichen entgegen. Was sollte diese Vorfreude, dieses Kribbeln im Bauch denn anderes sein als die pure Liebe? Auf jeden Fall ist es genau das Gefühl, das die vier französischen Jungs mit jedem einzelnen ihrer Songs auslösen. Und live wird’s noch mal so schön ...

Soulwax Nite Versions Soulwax sind ja nicht die 08/15-Rockband aus dem Proberaum nebenan. Schon mit "Any Minute Now" und dessen Mischung aus Gitarren und digitalen Beats beeindruckte die Band sowohl Fans als auch ganze Scharen von Nachahmern. Speziell für den Tanzflur haben sie ihre im Original schon sehr schlagkräftigen Songs als "Nite Versions" noch mal elektronisch aufgebrezelt – und haben nun beschlossen, für das Melt! auch mit ihrer Liveperformance ganz auf die "tronische" Seite von Soulwax zu setzen.

Ellen Allien Die Dame müsste eigentlich gar nicht vorgestellt werden. Als Berliner Techno-Königin ist Ellen Allien nicht nur auf den Dancefloors rund um die Welt zu Hause, sondern auch beim Melt! gern gesehener Dauergast. Die Crowd liebt sie als mystisch-entfesselte Club-Elfe, die in ihren DJ-Sets den Drahtseilakt zwischen Erdigkeit und Künstlichkeit immer wieder mit umwerfender Leichtigkeit vollführt. Straighte Beats und Frickelelektronik verbinden sich bei Allien zu einem unvergleichlichen Euphorie-Mix.

Art Brut Einfach knallen lassen, raus mit dem Scheiß, sein eigenes kleines Leben zum glamourösen Seelen-Striptease-Rock-Musical machen. Nichts einfacher als das, dachten sich Art Brut aus London: "Bang Bang Rock und Roll". Ihre Songs sind direkt, verschmitzt, ein bisschen dilettantisch und also perfekt, um aus voller Kehle mitzusingen. Die sprechgesungenen Vocals von Eddie Argos oszillieren irgendwo zwischen aufgeregten Carter USM, schnodderigem Mark E. Smith und der Casualness von Ex-Ikara-Colts Paul Resende.

Battles Polyrock, Hyperjazz, Kopffunk? Wenn vier Typen wie Gitarrenzerleger Ian Williams (of Don-Caballero-Fame), Trommelvirtuose John Stanier (bekannt von Helmet und Tomahawk), Dave Konopka von der Chicagoer Band Lynx und der New Yorker Elektroderwisch Tyonday Braxton aufeinander treffen, dann ringt der Genre-Inspektor schnell mal mit Worten. Nirgendwo sonst mischt sich freie Musik so überzeugend mit Minimalelektronik, rhythmischer Vieldeutigkeit und Jazz-Harmonien. Eine wahre Postrock-Explosion!

Blumfeld Sie sind die Band aus Deutschland, auf die sich, trotz aller Kontroverse, immer noch alle einigen können. Blumfeld-Kritik ist wie Kirchen-Kritik. Am Ende muss bei dabei rauskommen, dass Jesus lebt. Und wahrhaftig: Er lebt. Und er spielt in immer neu verzaubernden Abwandlungen und Instrumentierungen einen der beiden Blumfeld-Songs: den schnellen Midtempo-Gitarrenpop-Schlager oder den langsameren Midtempo-Gitarrenpop-Schlager. Mal nachdenklich, dann stürmisch, verrätselt und doch direkt.

Weiterlesen im 3. Teil »


 
 



 

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