Russland muss seinen eigenen Weg gehen, sagt Noch-Präsident Putin. Stimmt das? Sechs Fragen und Antworten
Von Susanne Gugel
Russlands neuer Präsident heißt Dmitirj Medwedew. Das ist keine Überraschung, denn der Wunschkandidat des noch amtierenden Präsidenten Wladimir Putin ist nicht fair gewählt worden.
Viele im Westen kritisieren diese "Demokratur". Der CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz sagte, die gegenwärtigen Verhältnisse als Demonkratie zu bezeichnen, wäre "eine Beleidigung für alle Demokraten." Und das Nachrichtenmagazin Der Spiegel schrieb am gestrigen Wahlsonntag
Putin trage die russische Demokratie zu Grabe
.
Keine Frage: Die Wahlen in Russland entsprachen nicht unseren Maßstäben von Fairness und Offentheit. Aber kann man die Demokratie einfach so auf Russland übertragen? Kopieren, einfügen, fertig? Oder braucht es einen
Russischen Weg
wie ihn auch Wladimir Putin in seiner Amtszeit immer wieder beschrieben hat (dabei aber offen ließ, was er genau meinte)?
Zuender hat
drei Experten
gefragt, was Russland und seine politische Entwicklung besonders macht.