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Interview

„Wir drehen uns im Kreis“

TEIL 2

Seit Jahren lehren wir Hunderte von Kindern und Jugendlichen Frieden und Toleranz. Knapp 450 Schüler verschiedenster Religionen und Nationen zwischen 4 und 19 Jahren lernen bei uns gemeinsam. Etwa die Hälfte sind Christen, die andere Hälfte Moslems. Was sollen wir unseren schiitischen Schülern jetzt sagen, wenn andere Nationen deren Heimat und heilige Plätze zerstören? Wie erklären wir unseren Moslems, dass sich der Westen um Demokratie im Libanon bemüht?

Wie geht es Ihnen persönlich?

Die Angst lebt mit. Schleichend hat sie unser Leben in Beschlag genommen. Über mir höre ich israelische Kampfflugzeuge kreisen, weiter weg schlagen Bomben ein. Am meisten sorge ich mich um meine siebenjährige Tochter. Sie versteht das alles noch nicht. Was soll ich ihr antworten, wenn sie mich fragt, warum unsere Nachbarn sterben mussten? Wenn sie im Fernsehen die schrecklichen Bilder sieht?

Was sagen Sie Ihrer Tochter dann?

Ich sage ihr, sie soll beten: Für uns, unsere Familie und darum, dass die Menschen endlich wieder zu Bewusstsein kommen.

Besteht Hoffnung?

Ich bin überzeugt davon, dass beide Völker, Israel und Libanon, nebeneinander in Frieden leben müssen und können. Das sehe ich jeden Tag in der Schule. Die Kinder interessieren sich kaum dafür, ob ihr Fußballpartner Libanese oder Syrier, Schiit oder Christ ist. Ich warte auf den Tag, an dem alle Kinder des Mittleren Ostens friedlich zusammen aufwachsen.

Ich denke, wir sollten nach den Wurzeln der Probleme suchen und nicht nach den Symptomen. Daran müssen sich allerdings beide Parteien beteiligen. Die Besetzung des Gazastreifens, der Westbank und des Golans stehen dabei im Mittelpunkt. Israel muss seine Truppen zurückziehen.

Die Hisbollah ist eine legitime Partei des Libanons. Sie hat ihre Kabinettsmitglieder und arbeitet in der Regierung. Trotzdem sind natürlich auch von ihrer Seite die Angriffe nicht gerechtfertigt. Und so drehen wir uns in einem endlosen Kreis. Das muss endlich aufhören.

Einen positiven Aspekt gibt es aber doch: Nach Jahren der Völkerauseinandersetzungen im Libanon werden Schiiten nun in sunnitischen und christlichen Häusern aufgenommen.

Weiterlesen:

Zum Krieg immer geradeaus - Felizitas Anemone berichtet aus Tel Aviv

Nach Hause - Zuender. Das Netzmagazin


 
 



 

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