Alle gegen einen und keiner tut etwas. Sechs Menschen schreiben über Situationen, in denen sie lieber weggeschaut haben
In jeder Klasse gibt es die, die fertig gemacht werden und die, die fertig machen. Die allergrößte Gruppe sind aber diejenigen, die daneben stehen und einfach zusehen. Eigentlich haben sie ja gar nichts gegen Nicole, Matthias oder Bernd. Aber bei den Ausgrenzungen und Attacken mitzumachen ist leichter als es nicht zu tun.
Wieso machen wir das eigentlich? Weil wir Angst haben, selbst zur nächsten Zielscheibe zu werden. Weil wir einfach unsere Ruhe haben wollen und lieber wegschauen. Weil wir uns daran gewöhnt haben. Weil es aufregender ist als Mathe.