Globalisierung
Das kleine Achtmalacht
Dagegen sein ist leicht. Doch zählt mal fünf der G8-Staaten auf. Wie oft treffen die sich? Und das Volk der Sherpas hat doch unsere volle Solidarität, oder?
Die Basisinformationen zum Gipfel von Oskar Piegsa
Wachstum und Verantwortung ist das Motto des diesjährigen G8-Treffens. Sowohl über Wirtschaftwachstum als auch die politischen Rahmenbedingungen dafür soll in Heiligendamm gesprochen werden.
Enno Harks von der
Stiftung Wissenschaft und Politik
sagt, dass es wie damals beim Gipfel von Rambouillet auch 2007 um die Verfügbarkeit von Energieresourcen gehen wird. Staatliche Ölkonzerne besitzen heute einen Anteil von gut 85 Prozent an der weltweiten Produktion, sagt Harks. Solche Staatsunternehmen liegen außerhalb der Einflussmöglichkeiten des Westens das meiste Öl wird weiterhin im Mittleren Osten gefördert, die größten Gasreserven liegen in Russland, Iran und Katar. In den kommenden Jahren könnte das zum Problem werden.
Eine weiteres Thema auf dem Gipfel wird der Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie und der Schutz geistigen Eigentums sein den wichtigsten Exportrohstoff des Westens.
Auch Klimaschutz wird auf der Agenda stehen doch ist es fraglich, ob die Beratungen zu irgendeinem Ergebnis führen werden. Die geplante gemeinsame Stellungnahme wird von den Vertretern der USA blockiert. Darin sollte der Kampf gegen den Klimawandel zur Pflicht der G8-Staaten erklärt werden.
Und dann ist da noch Afrika. Wenn man im Wirtschaftsministerium nach Afrika fragt, hört man ein Seufzen. Und später die Bitte, das jetzt aber nicht namentlich zu veröffentlichen. Auf jeden Fall soll der Kampf gegen Aids diskutiert werden. Außerdem gibt es Überlegungen, die Entwicklungshilfe in Zukunft stärker an eine gute Regierungsführung afrikanischer Staaten zu koppeln. Übersetzt bedeutet das wohl auch: an die Investitionssicherheit westlicher Unternehmen in Afrika.
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