Globalisierung
Das kleine Achtmalacht
Dagegen sein ist leicht. Doch zählt mal fünf der G8-Staaten auf. Wie oft treffen die sich? Und das Volk der Sherpas hat doch unsere volle Solidarität, oder?
Die Basisinformationen zum Gipfel von Oskar Piegsa
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Das 33. Treffen der G8 wird in diesem Jahr im Ostseebad Heiligendamm sattfinden. Das 5-Sterne-Hotel Kempinski am Strand wird dafür komplett belegt, nur die Hochzeitssuite kann aus Sicherheitsgründen nicht genutzt werden – sie ist rundum verglast. So sehr die abgeschiedene Location dazu einladen mag: Viel besprochen wird wohl nichts mehr. Vom Konzept der Kamingespräche hat sich der G8-Gipfel ziemlich weit entfernt. Zwar wird immer noch Wert auf eine informelle Atmosphäre gelegt, aber längst arbeitet die „Gruppe der Acht“ auch zwischen den Gipfeln kontinuierlich zusammen.
Was ist der G8-Gipfel? Acht Fragen, acht Antworten.
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Seit einem Jahr verhandeln Unterhändler der G8-Staaten das Papier, das in Heiligendamm beschlossen werden soll. Sherpas werden diese Beamten genannt, nach einem nepalesischen Bergvolk, das ortsfremden Bergsteigern die Koffer trägt und den Weg durchs Himalaja-Gebirge weist. Der deutsche Sherpa ist Staatssekretär Bernd Pfaffenbach, der diesen Job schon unter Bundeskanzler Gerhard Schröder ausübte und die vorhergehenden Gipfel in Sankt Petersburg und Gleneagles von deutscher Seite betreute.
Und um im Bild zu bleiben: Der Gipfel der Staats- und Regierungschefs ist heute nur noch der höchste in einem kleinen Gebirge: Am 30. Mai trafen sich die G8-Außerminister in Potsdam, eine Woche zuvor tagten bereits die G8-Justiz- und Innenminister, davor die G8-Finanzminister und vor diesen die G8-Arbeitsminister. Das ganze Jahr hindurch finden solche Minister- und Arbeitsgruppentreffen statt.
Trotz dieser häufigen Gespräche haben die G8 selbst keine Beschlussmacht. Aber ihre Entscheidungen werden erfahrungsgemäß oft durch andere globale Institutionen wie die
Weltbank
oder den
Internationalen Währungsfonds
umgesetzt.
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