Globalisierung
Das kleine Achtmalacht
Dagegen sein ist leicht. Doch zählt mal fünf der G8-Staaten auf. Wie oft treffen die sich? Und das Volk der Sherpas hat doch unsere volle Solidarität, oder?
Die Basisinformationen zum Gipfel von Oskar Piegsa
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Armutsbekämpfung, Weltfrieden, Aufhebung sexistischer Geschlechternormen das sind nur einige, zufällig herausgegriffene Anliegen von globalisierungskritischen Gruppen. Das dankbare daran, die mächtigsten Menschen der Welt als Gegner zu haben ist, dass man sie für fast alles in die Pflicht nehmen kann. Doch ganz so willkürlich wie es zunächst scheint, sind die Anliegen der globalisierungskritischen Bewegung nicht. Zahlreiche Gruppen, die sich in der Bewegung engagieren, setzen in ihrer Kritik zwar eigene Schwerpunkte, aber alle eint der Glaube an eine Welt, die weniger von wirtschaftlichem Wettbewerb als von Demokratie geprägt ist.
Den G8-Staaten und Institutionen wie der
Weltbank
und dem
Internationalen Währungsfonds
werfen sie vor, weltweit neoliberale Politik zu machen, also den Rückzug staatlicher Verantwortung in den eigenen Ländern und auch in der Dritten Welt zu fördern.
Weitere Kritik trifft das Selbstverständnis der G8 selbst. Zwar sei es okay, wenn sich demokratische gewählte Staats- und Regierungschefs treffen, um miteinander zu diskutieren auch im Rahmen eines Clubs, der nur ausgewählten Staaten Zugang gewährt und sich demokratischer Kontrolle entzieht. Das Legitimitäts- und Demokratieproblem der G8 fängt aber dort an, wo diese Gruppe Einfluss auf Dinge nimmt, die nicht nur sie selbst, sondern den gesamten Rest der Welt betreffen, sagt Peter Wahl, Vorstand der Organisation
Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung
WEED.
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