(Nicht)-Essen

Mein liebster Feind

Essen muss man, auch wenn manche es am liebsten ganz lassen würden. Sechs Menschen berichten von ihrem täglichen Kampf gegen Körper und Kalorien

Niemand in Deutschland müsste heute hungern, es ist genug für alle da. Trotzdem tun es viele. Manche Schulmädchen sehen mit ihren staksigen Beinchen aus wie Rehkitze, Elfjährige tauschen auf dem Pausenhof Diättipps aus. Andere stopfen sich heimlich voll, verschlingen packungsweise Eis und Schokolade und kotzen später alles wieder aus. Oder sie essen ohne Hunger immer und alles, was ihnen in die Hände kommt.

Für sie ist Essen eine hochkomplizierte Angelegenheit, die kaum noch mit Hunger oder Appetit zu tun hat, dafür aber umso mehr mit Kalorienangaben, Idealvorstellungen vom eigenen Körper und dem, was gerade wieder in der Woman zu lesen war.

Knapp kalkuliert – Nachts träumte ich von Kochrezepten. Aber dafür passte mein Arsch in Größe 27

Tägliche Kampfzone – Essenspläne, Hungern, Kotzen. Keine Technik war zu ausgefeilt im Kampf gegen meinen Körper

So viel Hässliches um der Schönheit willen – Margarita zählte jede Kalorie. Und verliebte sich in Bäckerei-Vitrinen

Bratarsch an Bord – Im Austauschjahr fett werden? Denen hab ich’s ganz schön gezeigt

Versteckt hinter Fett – Schlank sein ist oberste Frauenpflicht. Ich bin Total-Verweigererin

Alles muss raus – Essen für eine ganze Familie in 20 Minuten verdrücken und wieder auskotzen? Kein Problem.

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52 / 2006
ZEIT ONLINE