Globalisierung
Das kleine Achtmalacht
Dagegen sein ist leicht. Doch zählt mal fünf der G8-Staaten auf. Wie oft treffen die sich? Und das Volk der Sherpas hat doch unsere volle Solidarität, oder?
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„Die sieben führenden Industrienationen und Russland“. Das ist die Floskel, die sich zur Beschreibung der G8 eingebürgert hat. Im Jahr 1976 wurde Kanada Mitglied des Weltwirtschaftsgipfels, der damit zur G7 aufstieg – und dann über 20 Jahre in seiner Zusammensetzung unverändert blieb. Erst im Jahr 1998 wurde die G8 dann zum nächsten Mal erweitert und Russland mit ins Boot geholt.
Was ist der G8-Gipfel? Acht Fragen, acht Antworten. Hier geht es zur Übersicht
Doch seit einigen Jahren stellt sich die Frage nach einer erneuten Erweiterung der G8. China zum Beispiel ist mit einem Brutto-Inlandsprodukt von 2680 Milliarden US-Dollar die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt, noch vor den G8-Mitgliedsstaaten England, Frankreich, Italien, und Kanada. Mitreden dürfen die Chinesen offiziell aber trotzdem nicht.
Zusammen mit Brasilien, Indien, Mexiko und Südafrika wird China deshalb am zweiten Verhandlungstag im Rahmen eines sogenannten Outreach am G8-Gipfel teilnehmen. Die O5, die Gruppe dieser fünf Schwellenländer, entwickelt sich nicht nur wirtschaftlich rasant. Die Staatschefs der O5 vertreten zusammen über 40 Prozent der Weltbevölkerung die G8 gerade mal 13.
Großbritanniens Noch-Premier Tony Blair hatte sogar vorgeschlagen, die fünf Länder formell aufzunehmen, und die G8 zu einer G13 auszubauen. Doch damit waren die Vertreter der anderen G8-Nationen nicht einverstanden. Stattdessen wird in diesem Jahr der Dialog auf Augenhöhe angestrebt. Es geht nicht nur darum, den Einfluss der Gruppe auf globale Entwicklungen zu sichern, sondern auch, die Schwellenländer stärker in die Pflicht zu nehmen. Was Klimaschutz, Menschenrechte und den Schutz geistigen Eigentums also Kernthemen des G8-Gipfels in diesem Jahr angeht, versteckten sich die Schwellenländer noch zu sehr hinter ihrem Entwicklungsstatus, sagt ein Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums in Berlin. Zurück zur Übersicht »
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22 /
2007
ZEIT ONLINE